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Schoch, Julia

Julia Schoch (geb. 17. Mai 1974 in Bad Saarow) ist eine deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie lebt in Potsdam.

Leben und Schreiben

Julia Schoch wurde 1974 in Bad Saarow in Mecklenburg geboren. Ihre Mutter war Buchhändlerin, ihr Vater NVA-Offizier. 1986 zog die Familie nach Potsdam. Hier sowie in Paris und Bukarest studierte Julia Schoch von 1992 bis 1998 Germanistik? und Romanistik?. Von 2000 bis 2003 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin für französische Literatur? an der Universität Potsdam. Seit 2003 ist Julia Schoch freie Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie errang bereits zahlreiche Förderpreise und Stipendien.

"Der Körper des Salamanders" (2001)

Im Jahr 2001 erschien als Debüt? Julia Schochs Erzählband "Der Körper des Salamanders". Die Helden und Heldinnen dieser Geschichten reisen in verlassene Gegenden am Schwarzen Meer, sie beobachten Pelikane und reden über die Freiheit. Auf Jahrmärkten begegnen sie einander wie Figuren aus einem Märchenstück. Und um endlich dem wahren Leben näherzukommen, bringen sie im Nebel des Oderhaffs ihr kleines Ruderboot zum Kentern. Einfallsreich und unbeirrbar widersetzen sie sich allen Erwartungen, sie suchen das Glück und finden dabei nicht zuletzt die eigenen Erinnerungen an die untergegangene DDR, die ihnen fern und doch seltsam vertraut ist, mitsamt ihrer tragikomischen? Momente.

Die Literaturkritik war von dem Debüt sehr angetan. Julia Schoch schlage einen gespenstischen Ton an, den sie zeitgemäß im Sirren kaputter Neonröhren wiederfinde, den "hohen Ton der hohen Literatur?", den sie tatsächlich auch gefunden habe, so die "Zeit". Ihrer den Leser ins Vage und Unwirkliche entführenden Prosa fehle die Banalität, die oftmals die Texte westdeutscher Altersgenossen kennzeichne.

"Mit der Geschwindigkeit des Sommers" (2009)

Der Untergang der DDR ist Thema von Julia Schochs 2009 erschienenem Roman "Mit der Geschwindigkeit des Sommers": In dem Moment, da sich der Wunsch nach Freiheit erfüllt, enden alle Träume. Davon erzählt Julia Schoch anhand des Schicksals einer Frau, die sich in New York das Leben nimmt und deren Biographie anschließend von ihrer Schwester rekonstruiert wird. "Dies ist ein leiser Roman", stellte der Rezensent der "tageszeitung" lobend fest. "Den Metaphern des Lautlosen, Geräuschlosen, die ihn unauffällig durchziehen, korrelieren die präzisen Bilder."

Der Roman wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2009 nominiert.

Julia Schoch lebt in Potsdam.

Übrigens ...

hat Julia Schoch mehrere Jahre lang als Filmvorführerin gearbeitet.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

  • Bücher von Julia Schoch bei Jokers
  • Der Körper des Salamanders. Erzählungen. EA 2001. Piper Verlag, München 2002, ISBN: 978-3492237338
  • Landschaft bei Aigues Mortes, Erzählung, in: 20 unter 30. Junge deutsche Autoren, hg. von Martin Brinkmann und Werner Löcher-Lawrence, Deutsche Verlagsanstalt, München 2002, ISBN: 978-3421056092
  • Die sechste Karte, Erzählung. in: BELLA triste Nr. 4, 2002, ISBN:
  • Verabredungen mit Mattok, Roman. EA 2004. Piper Verlag, München 2005, ISBN: 978-3492245852
  • Steltz & Brezoianu. Prosaminiaturen. edition AZUR im Glaux Verlag Christine Jäger KG, Jena 2007, ISBN: 978-3940265029
  • Mit der Geschwindigkeit des Sommers. Roman. Piper Verlag, München 2009, ISBN: 978-3492052528

Übersetzungen (Auswahl)

  • Vargas, Fred: Der vierzehnte Stein, Aufbau Verlag, Berlin 2005, ISBN: 978-3746622750
  • Vargas, Fred: Das Zeichen des Widders. Aufbau Verlag, Berlin 2008, ISBN: 978-3351032500

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