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Rezensionen
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"Radetzkymarsch" von Joseph Roth „Radetzkymarsch“ ist der berühmteste Roman von Joseph Roth, die Erstausgabe? erschien 1932 in Berlin. Erzählt wird darin die Geschichte der Familie Trotta. Die Trottas sind dem Königshaus der Habsburger auf schicksalhafte Weise verbunden. In ihrer Familiengeschichte spiegeln sich zugleich Schönheit, Glanz und Niedergang der Donaumonarchie. Der Roman entwirft ein Panorama, das die Zeit von der Schlacht bei Solferino (1859) bis zum Tod Kaiser Franz-Josephs im Herbst 1916 umfasst. Der Hauptteil widmet sich Carl Joseph von Trotta. Dessen Großvater, ein aus einfachen Verhältnissen stammender Infanterieleutnant, hat dem jungen Kaiser in der Schlacht bei Solferino das Leben gerettet und wurde dafür in den Adelsstand erhoben. Entgegen seinen Neigungen wird Carl Joseph von seinem Vater, einem pflichtbewussten und strengen kaiserlichen Beamten, für die Offizierslaufbahn bestimmt. Der Enkel des „Helden von Solferino“ scheitert aber an den in ihn gelegten Erwartungen. Er ist, wie der Roman auf melancholisch-liebevolle Weise erzählt, zu klein für die Vergangenheit.
"Heimliches Berlin" von Franz Hessel Kleiner Roman ganz groß: Franz Hessels? „Heimliches Berlin“ von 1927 gehört zu den seltenen Büchern, über die noch niemand ein schlechtes Wort verloren hat. Auch mit der liebevoll gestalteten Neuausgabe?, die im Lilienfeld Verlag? erschienen ist, wird sich daran wohl nichts ändern. Im Gegenteil: gebunden in dunkelrotes Halbleinen, dezentes Lesebändchen, 160 Seiten schmal ruht das Buch in den Händen des Lesers. Wer es aufschlägt, entdeckt darin eine mit märchenhafter Melancholie erzählte Geschichte, die sich um einen ebenso lebens- wie liebeshungrigen Freundeskreis im ganz unberlinischen Berlin des Jahres 1924 rankt.
"Wolfszorn" - ein Ruhrgebiets-Krimi Wenn die Kommissare Brenner und Rogalla nach der Aufklärung ihres Falles in Rainer Küsters und Rüdiger Schneiders drittem gemeinsamen Kriminalroman „Wolfszorn“ auf ein Bier im Bochumer "Tucholsky" sitzen, weiß der Leser, dass Polizeiarbeit Spuren hinterlässt. „Der Fall ist ungewöhnlich“, heißt es im Roman, und diese Feststellung ist nicht übertrieben, denn die Kommissare werden mit der Erkenntnis konfrontiert, dass der Mörder kein Mensch ist, sondern ein Wolf. Das hat zur Folge, dass den Kommissaren eine Profilerin zur Seite gestellt wird, die helfen soll, von der psychischen Seite Licht ins Dunkel zu bringen. Eine andere Frau, eine Praktikantin, ist durch ihre forsche, natürliche Art eine Hilfe für das Ermittlungsteam und die Vierte im Bund auf Zeit. Beide Kommissare reagieren unterschiedlich auf die Anwesenheit der Frauen, was auf einer ganz anderen Ebene als der der Morde schon interessant und lesenswert ist ... |
Neue Rezensionen
"Pans Stunde" "Pans Stunde" hat Norbert Hummelt seine neusten Gedichte, entstanden zwischen Januar 2007 und April 2011, betitelt. Die Mittagsstunde also, in der der Gott in sich gekehrt seine Flöte spielt und das Leben den Atem anhält, um den Bocksbeinigen nicht zu stören, der jede Ruhestörung mit Panikattacken bestraft. Trotz aller Vorsicht konnte sich wohl auch der Dichter diesem Phänomen nicht entziehen.
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